Die wichtigsten US-Marktdaten auf einen Blick. S&P 500 und Nasdaq für den Trend, VIX und SKEW für die Volatilität.
Diese Seite zeigt langsame Strukturdaten (Bewertung, Kredit, Konjunktur, Konzentration) teils in historischem Krisen-Kontext. Sie ist als Beobachtungsinstrument gedacht. Ampeln und Schwellen sollen eine Orientierung geben, sind aber nicht als Handelssignale zu interpretieren. Mehrere Werte (v. a. CAPE, Buffett) stehen seit Jahren „erhöht", ohne dass ein Crash folgt.
Drei schnelle Markt-Indikatoren. Der Trend/Vola-Score misst die strukturelle Marktverfassung, der Bärenfallen-Score ordnet Kursschwäche ein, und der Notfallindikator reagiert auf akute Crash-Bedingungen. Alle drei beschreiben den Ist-Zustand und sind nicht als Handelssignale zu interpretieren.
Technischer Überblick mit Kurs, gleitenden Durchschnitten und den wichtigsten Indikatoren für S&P 500 und Nasdaq. Die Seite beschreibt, wo der Markt steht. Sie gibt keine Kauf- oder Verkaufssignale.
Markteinordnung vom 31. Mai 2026.
Wird aus dem Report-JSON gefüllt.
Nachschlagewerk zu allen Kennzahlen und Scores von VolaLens. Es erklärt, was sie messen, wie man sie liest und woher sie stammen. Eine Erklärung, keine Handelsanleitung.
Was er misst: die strukturelle Marktverfassung — Kombination aus Trend (Preis vs. SMA50/SMA200), Volatilität (VIX-Level, Terminstruktur), bestätigt durch Kredit & Marktbreite. Drei Blöcke (max. 50/30/15), auf 0–100 normalisiert.
Wie lesen: hoch = ruhig/strukturell intakt, niedrig = gestresst. Zonen: 0–25 gestresst · 25–50 erhöht · 50–75 normal · 75–100 ruhig. Beschreibung des Ist-Zustands — kein Kauf- oder Verkaufssignal. Stress-Phasen hatten historisch sogar die höchsten Folgerenditen, weil Erholungstage mit Crash-Tagen clustern.
Quelle: eigene Berechnung aus den Rohdaten in daily_scores. Formel siehe scorer.compute_tcs().
Was es misst: Liegt der aktuelle Schlusskurs über dem 50- bzw. 200-Tage-Schnitt? SMA200 = Langfristtrend, SMA50 = Mittelfristtrend.
Wie lesen: Kurs über SMA200 wird historisch mit Aufwärtstrend assoziiert; ein Bruch nach unten weist auf strukturelle Schwäche hin. Kein Wendepunkt-Signal — es gibt viele falsche Brüche.
Quelle: berechnet aus den Schlusskursen (S&P 500 ^GSPC via yfinance).
Was es misst: die relative Lage zweier gleitender Durchschnitte (mittelfristig oberhalb langfristig).
Wie lesen: SMA50 > SMA200 wird umgangssprachlich „Golden Cross"-Struktur genannt. Beschreibt eine intakte mittelfristige Trendlage; die Kreuzungen selbst sind nachlaufend und kein zuverlässiges Timing-Signal.
Quelle: berechnet aus den Schlusskursen.
Was er misst: die vom Markt aus S&P-500-Optionen implizit erwartete 30-Tage-Volatilität. Höhere Werte = höherer Preis für Absicherung.
Wie lesen: <15 historisch ruhig, 20–30 erhöht, >30 stark gestresst, >40 panische Lage. Beschreibung des aktuellen Vola-Preises, kein Timing-Signal.
Quelle: Cboe Volatility Index (VIX®, eine eingetragene Marke der Cboe Global Markets, Inc.); via yfinance ^VIX.
Was sie misst: Verhältnis zwischen kurzlaufenden und längeren VIX-Futures. Contango (typisch): längere Future-Monate teurer — Markt erwartet keine akute Stress-Lage. Backwardation (selten): kurze Vol teurer als 3-Monats-Vol — akute Panik wird eingepreist.
Wie lesen: Contango ist der Normalzustand; ein Umkippen in Backwardation signalisiert kurzfristigen Stress. Beschreibung, kein Handelssignal.
Quelle: vixcentral.com (Cboe Delayed Quotes) bzw. Cboe-Archiv pro Future-Monat.
Was er misst: Risikoaufschlag, den High-Yield-Anleihen über Treasuries zahlen (Option-Adjusted Spread, ICE-BofA-Index). Direkter Indikator für die Stresslage am Kreditmarkt.
Wie lesen: <3,5 % „risk-on" (ruhig), 3,5–5 % normal, 5–7 % erste Vorsicht, >7 % deutliche Kreditstresslage. Historische Maxima: ~21 % (Lehman 2008), ~11 % (COVID 2020).
Quelle: FRED-Serie BAMLH0A0HYM2 (ICE BofA US High Yield Master II OAS).
Was sie misst: Anteil der S&P-500-Einzeltitel, deren Schlusskurs über ihrem eigenen 200-Tage-Durchschnitt liegt — Maß für die Breite einer Aufwärtsbewegung.
Wie lesen: >60 % breit getragen, 40–60 % gemischt, <40 % verengt. Divergenz ist informativ: Index hoch, Breite fällt = weniger Titel tragen die Rallye.
Quelle: eigene Berechnung (Wikipedia-Constituents × yfinance-Batches).
Was er misst: die strukturelle Marktgesundheit aus den Ursa-Major-Daten. Gewichtet: Kredit (30 %) + Zinskurve (20 %) + Arbeitsmarkt (30 %) + Verschuldung & Vergabe (20 %). Bewusst OHNE Bewertungskennzahlen (CAPE/Buffett) — die stehen seit Jahren auf „erhöht" und trennen Bärenfalle nicht von Krise.
Wie lesen: hoch (≥ 70) = Struktur gesund → Kursschwäche ist eher eine Bärenfalle/Korrektur; mittel (40–70) = gemischtes Bild; niedrig (< 40) = echte Krisensignatur. 2008 stand hier alles auf Rot; 2011/2015/2018 blieb es grün.
Quelle: eigene Berechnung aus den Ursa-Major-Indikatoren (HY/IG-Spreads, Zinskurve, Sahm-Regel, Jobless Claims, Loan Officer Survey, Margin Debt YoY).
Was er misst: ob die zwei extrem seltenen Panik-Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind — VIX > 38 und VIX-Terminstruktur in Backwardation. Asymmetrische Logik: Exit sofort beim Crash-Trigger; Reentry erst nach 3 bestätigten Risk-on-Tagen (Close > SMA50 + Contango).
Wie lesen: Der Indikator ist kein Timing-Tool, sondern eine Tail-Beobachtung. Der seltene Zustand VIX > 38 + Backwardation kennzeichnet historisch Phasen mit extremer Folge-Volatilität. Er löst im Schnitt ~1× pro Jahr aus (u. a. GFC, Flash-Crash 2010, US-Downgrade 2011, China 2015, COVID 2020, Yen-Carry Aug 2024).
Quelle: Zustandsmaschine über daily_scores (VIX-Level, Terminstruktur, Close, SMA50).
Shiller-CAPE (Cyclically Adjusted Price/Earnings) — inflationsbereinigtes KGV über 10 Jahre. Median ~16; Dotcom-Peak ~44; 1929 ~33. Quelle: nach Robert J. Shiller, Yale (multpl.com).
Buffett-Indikator — Marktkapitalisierung der US-Unternehmen geteilt durch das BIP. Dotcom ~140 %, 2007 ~105 %; heute historisch extrem hoch. Quelle: FRED (NCBEILQ027S / GDP).
Markt-KGV trailing — KGV des S&P 500 auf Basis der letzten 12 Monate (multpl.com). Forward-KGV / PEG — auf erwartete Gewinne; mangels freiem Feed manuell gepflegt (config.MACRO_MANUAL; Quellen: FactSet Earnings Insight, Yardeni).
Wie lesen: Bewertung steht historisch auf „erhöht" und trennt eine Bärenfalle nicht zuverlässig von einer echten Krise — deshalb ist sie im Bärenfallen-Score bewusst ausgeklammert. Beschreibung, kein Timing.
HY-/IG-Spread (OAS) — Risikoaufschlag von High Yield / Investment Grade vs. Treasuries. Direktes Maß für Stress am Kreditmarkt. Quelle: FRED BAMLH0A0HYM2 / BAMLC0A0CM.
Zinskurve 10J–3M — Differenz zwischen 10-jährigen Treasuries und 3-Monats-Geld. Invertierte Kurve (< 0) ging seit 1960 jeder US-Rezession voraus. Quelle: FRED T10Y3M.
Margin Debt (YoY) — Wachstum der ausstehenden Wertpapierkredite. YoY-Spitzen vor 2000/2008/2021; > 25 % deutet auf Euphorie. Quelle: FINRA-Margin-Statistik (xlsx).
Loan Officer Survey (Tightening) — Anteil der Banken, die ihre Kreditvergabe verschärfen. > 20 % deutliche Verschärfung. Quelle: FRED DRTSCILM.
Sahm-Regel — 3-Monats-Mittel der Arbeitslosenquote minus 12-Monats-Tief; ≥ 0,5 gilt seit 1960 ohne Ausnahme als Rezessions-Trigger. Quelle: FRED SAHMREALTIME (nach Claudia Sahm).
Jobless Claims (4-Wochen-Ø) — Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Trend zählt — nachhaltiger Anstieg vom Tief. Quelle: FRED ICSA.
Arbeitslosenquote vs. 12M-Ø — Trendwende nach oben (durchbricht 12-Monats-Schnitt von unten). Quelle: FRED UNRATE.
ISM-Proxy / LEI-Proxy — da das echte ISM® (Institute for Supply Management) und der Conference-Board-LEI® lizenziert sind, bilden wir Proxies aus FRED-Regional-Fed-Diffusionsindizes (Empire/Philly/Dallas) bzw. einem Komposit aus Permits/Stunden/Konsumklima/Orders/Claims.
Top-10-Konzentration — Summe der Indexgewichte der zehn größten S&P-500-Titel. Dotcom ~25 %; heute > 35 % (historisch hoch). Quelle: Slickcharts.
% Aktien > SMA200 — siehe 1.6 (Marktbreite).
RSP / SPY — gleichgewichteter S&P 500 (Invesco RSP) geteilt durch den marktwertgewichteten Index (SPY). Fällt das Verhältnis, läuft alles auf die Schwergewichte. Quelle: yfinance.
Was er misst: arithmetischer Durchschnitt der letzten n Schlusskurse.
Wie lesen: wird üblicherweise als Trend-Filter interpretiert (Kurs > SMA200 = langfristiger Aufwärtstrend). Hinweis: Beschreibung des Trends, kein verlässliches Wendepunkt-Signal — gebrochene Durchschnitte produzieren viele Fehlsignale.
Was er misst: exponentiell gewichteter Durchschnitt mit Glättungsfaktor α = 2/(n+1). Jüngere Werte zählen stärker als ältere.
Wie lesen: reagiert schneller auf Trendwechsel als der SMA — dafür auch nervöser. Hinweis: Beschreibung, kein Wendepunkt-Signal.
Was er misst: Tempo und Ausmaß der jüngsten Kursbewegung. Standard nach Wilder (1978) über 14 Perioden. Formel: RSI = 100 − 100 / (1 + RS) mit RS = exponentiell geglätteter Mittel der Auf-/Abwärtsbewegungen.
Wie lesen: > 70 = „stark gelaufen"; < 30 = „schwach gelaufen". Hinweis: das sind Beschreibungen, keine Wendepunkt-Garantien — RSI kann tagelang in den Extremen verharren.
Quelle: J. W. Wilder, „New Concepts in Technical Trading Systems" (1978).
Was er misst: Differenz zweier EMAs (12 minus 26) und deren 9-Tage-EMA-Signal. Histogramm = MACD − Signal.
Wie lesen: Kreuzungen von MACD und Signallinie sind ein populäres Konventions-Signal; das Histogramm zeigt Momentum-Beschleunigung/-Abkühlung. Hinweis: statistisch kein zuverlässiger Timing-Indikator — viele Kreuzungen verlaufen ohne Trendwende.
Quelle: nach Gerald Appel (Ende der 1970er).
Was es misst: die Stückzahl der gehandelten Anteile pro Tag (im S&P-500-Index: aggregiertes Handelsvolumen der Constituents).
Wie lesen: nützlich als Kontext, ob eine Bewegung breit getragen wird (hohes Volumen) oder dünn (geringes Volumen). Keine Richtungsaussage — Volumen spielt nicht in den Score ein, ist nur Hintergrundinformation.
Quelle: yfinance (OHLCV pro Tag).
Was es misst: (close − max(close)) / max(close) × 100. „ATH" bezieht sich hier auf den höchsten Schlusskurs der geladenen Historie (typisch 5 Jahre), nicht zwingend das Allzeithoch im strengen Sinn.
Wie lesen: Korrekturtiefe in Prozent. Beschreibt nur den aktuellen Drawdown — keine Vorhersage über die weitere Entwicklung.
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